Hans-Georg von Friedeburg

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Admiral

    geboren: 15. Juli 1895 in Straßburg gestorben: 23. Mai 1945 in Flensburg


    1914 zur Marine, im 1. Weltkrieg bei den U-Booten, in der Reichsmarine seit Februar 33 Adjutant des Reichskriegsministers. Im Januar 37 zum Fregattenkapitän ernannt, war Friedeburg u.a. 1938 Admiralstabsoffizier der deutschen Schiffe vor Spanien während des Bürgerkriegs. Mit Kriegsbeginn wurde er unter Beförderung zum Kapitän zur See Chef der Organisationsabteilung beim Führer der U-Boote Dönitz und nach dessen Ernennung zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Kommandierender Admiral der U-Boote als Vizeadmiral (1.2.43). Am 1.4.43 folgte die Ernennung zum Admiral und schließlich nach Hitlers Tod und dem Regierungsantritt von Dönitz am 1.5.45 die zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. Der fähige Organisator konnte in dieser Stellung allerdings nur noch an der Liquidierung des Krieges mitwirken: Am 4.5.45 unterzeichnete er die deutsche Teilkapitulation im Nordwestraum vor den Briten und am 7./8.5. die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht in Reims bzw. Berlin-Karlshorst. Friedeburg nahm sich bei Verhaftung der Regierung Dönitz das Leben.

    Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern (17.1.45).