Haager Landkriegsordnung

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (HLKO), auf den Friedenskonferenzen in Den Haag 1899 und 1907 formulierte Regeln der Landkriegführung: Abgrenzung Krieg führende/Zivilisten, Rechtsstellung der Kriegsgefangenen (u.a. Arbeitspflicht mit Ausnahme der Offiziere), Verbot bestimmter Mittel zur Schädigung des Feindes (u.a. Giftgas, Plünderung), Behandlung von Spionen und Parlamentären, Fragen des Waffenstillstands, Schutz der Bevölkerung in besetzten Gebieten (z.B. Garantie des Privateigentums), Rechte und Pflichten der Besatzungsmacht; ergänzende Bestimmungen Genfer Abkommen. Im Allgemeinen hielten sich die Krieg führenden Parteien 1939-45 an die Haager Landkriegsordnung, Schwierigkeiten gab es im Osten, da die Sowjetunion Verträge des Zarenreiches nicht anerkannte und selbst der Haager Landkriegsordnung nicht beitrat. Die grausame Behandlung der sowjetischen Soldaten in deutschem Gewahrsam (Alliierte Gefangene) und umgekehrt der deutschen Soldaten in sowjetischer Gefangenschaft war nicht zuletzt darauf zurückzuführen.