Gurkhas

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Gurkhas im Einsatz auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz

    Gebirgskrieger aus dem Himalaja. Ursprünglich nach Gurkha, einem kleinen Fürstentum in Zentralnepal, benannt, ging der Begriff auf nepalesische Söldner über, die Großbritannien nach dem Protektoratsvertrag von 1860 für seine eigene und die indische Armee aus den örtlichen Stämmen rekrutierte. Die Gurkhas galten als zäh und genügsam und kämpften in vielen Teilen des Empire, im 1. Weltkrieg auch in den Schützengräben der Champagne. Im 2. Weltkrieg dienten etwa 50 000 Gurkhas in der indischen Armee und ca. 10 000 in britischen Divisionen, darunter auch 2 Bataillone Fallschirmjäger. Sie waren mit ihren Krummdolchen als lautlose Nahkämpfer gefürchtet, waren u.a. in Nordafrika, Italien, Malaya und bei den Chindits in Burma im Einsatz; 10 Gurkhas wurden mit dem Viktoriakreuz ausgezeichnet. Nach der indischen Unabhängigkeit 1947 verblieben 4 der 10 Regimenter bei der britischen Armee; Teile der Gurkha-Rifle Brigade sind in Hongkong stationiert. Der Gurkha-Mythos lebte 1982 beim Falklandkrieg noch einmal auf.