Guam

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    größte und südlichste Insel der Marianen im mittleren Pazifik mit 549 km² und 21 000 Einwohnern (1940), Hauptstadt Agana. Bis 1898 spanisch, dann in amerikanischem Besitz, wurde Guam gleich nach Beginn des Pazifikkrieges am 10.12.41 von den Japanern besetzt und wie Saipan und Tinian schwer befestigt. Nach dreiwöchiger Kampagne wurde Guam vom 21.7. bis 10.8.44 vom amerikanischen III. Amphibischen Korps (Geiger) als letzte der drei Marianeninseln zurückerobert. Insgesamt 54 900 Mann wurden an zwei Brückenköpfen an Land gebracht, 1435 GIs fielen, 5646 wurden verwundet; fast alle der rund 19 000 japanischen Verteidiger kamen bei den Kämpfen um oder begingen Harakiri, einige wenige zogen sich zum Guerillakrieg in den Dschungel zurück, einer von ihnen gab erst 1972 auf. In der Folge spielte Guam beim strategischen Luftkrieg gegen das japanische Mutterland eine wichtige Rolle: Hier hatte die 21. Luftflotte (Le May), die über rund 1000 B-29 Superfortress verfügte, ihr Hauptquartier.