Graf Zeppelin

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    unvollendet gebliebener deutscher Flugzeugträger, benannt nach dem Luftschiffpionier Ferdinand Graf von Zeppelin (1838 bis 1917), Stapellauf 8.12.38; 31 367 t, 262,5 m lang, 36,2 m breit, maximal 34 Knoten, etwa 1700 Mann Besatzung zuzüglich fliegendes Personal für zuletzt geplante 30 Stuka Ju 87 D und 12 Jäger Me 109 G. Bewaffnung außerdem: 16x15 cm, 12x10,5-cm-Flak sowie bis zu 50 kleinere Fla-Rohre. Schon 1934 waren erste Entwürfe für die Graf Zeppelin entstanden, deren Fertigstellung v.a. durch die primär kontinentalstrategische Konzeption Hitlers nachhaltig behindert wurde; 1940 wurde schließlich der Baustopp verfügt, obwohl die Arbeiten fast abgeschlossen waren. Die Graf Zeppelin wurde von Kiel nach Gotenhafen geschleppt, wo sie als Depot diente. Im Sommer 42 zum Weiterbau nach Kiel zurückverlegt, kam schon am 30.1.43 im Zusammenhang mit Hitlers Verdikt gegen die schweren Überwassereinheiten der erneute Stopp. Die Graf Zeppelin wurde nach Stettin gebracht und am 25.4.45 vor der anrückenden Roten Armee geflutet und auf Grund gesetzt. Die sowjetische Marine hob den Träger 1946/47 und wollte ihn zum Weiterbau nach Leningrad bringen, der aber wegen schwerer Beschädigung der Graf Zeppelin auf einer Minensperre im Finnischen Meerbusen schließlich unterblieb.