Gotthard Heinrici

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Eintritt ins Heer 8.3.05, in der Reichswehr 1.3.33 Oberst und in der Wehrmacht 1.3.36 Generalmajor, 1.3.38 Generalleutnant. Am 1.2.40 mit der Führung des VII. AK, am 9.4.40 des XII. AK betraut und am 20.4.40 zum General der Infanterie ernannt, nahm Heinrici bei der 1. Armee am Frankreichfeldzug teil. Am 17.6.40 wurde er Kommandierender General des XXXXIII. AK, das nach der französischen Kapitulation an der Kanalküste blieb und im folgenden Jahr bei der Heeresgruppe Mitte gegen die Sowjetunion eingesetzt wurde. Vom 20.1.42 an war Heinrici Oberbefehlshaber der 4. Armee und seit 19.8.44 der 1. Panzerarmee im Osten. Als Nachfolger Himmlers übernahm er am 21.3.45 die Heeresgruppe Weichsel. Auf Heinrici ging die so genannte "Schlittenfahrt"-Taktik zurück: Er ließ vor dem sowjetischen Feuerschlag, der jedem Großangriff voranging, die vordersten Linien räumen, sodass der Schlag ins Leere ging, und griff seinerseits die danach vorgehenden russischen Einheiten an. Damit erzielte er noch in aussichtslosen Lagen, z.B. bei den Seelower Höhen, erstaunliche Erfolge.

    Ritterkreuz (18.9.41) mit Eichenlaub (24.11.43) und Schwertern (3.3.45).