Ginga

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (japanisch Milchstraße), Beiname des japanischen Sturzkampf- und Torpedobombers Yokasuka P1Y1, alliierter Codename Frances. Die Ginga war das modernste Modell ihrer Klasse bei der Marineluftwaffe, kam Anfang 44 an die Front und wurde meistens von der Insel Kiuschu aus eingesetzt. Auf Okinawa gingen viele Gingas bei Selbstmordeinsätzen verloren. Oftmals mit der Ju 88 verglichen, flog die Ginga mit 2x1820 PS maximal 556 km/h in 5900 m Höhe, Reichweite 4390 km; 1x20-mm-Kanone und 1x12,7-mm-MG als Abwehrbewaffnung, bis zu 500 kg Bomben intern, weitere Bomben bzw. ein 800-kg-Torpedo extern, 3 Mann Besatzung. Eine Nachtjägerversion der Ginga war die PlY2-S mit Radar und 3x20-mm-Kanonen, bei Kriegsende noch in der Erprobung. Insgesamt wurden 1002 Ginga gebaut.