Gerd von Rundstedt

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher General

    geboren: 12. Dezember 1875 bei Halberstadt gestorben: 24. Februar 1953 bei Celle


    1892 Eintritt ins Heer, im 1. Weltkrieg Generalstabsoffizier, in der Reichswehr 1.11.27 Generalmajor, 1.2.29 Generalleutnant, 1.10.32 General der Infanterie und Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos 1 (Berlin), 1.3.38 Generaloberst und 1.11.38 verabschiedet. Bei Kriegsbeginn wurde Rundstedt reaktiviert, führte im Polenfeldzug die Heeresgruppe Süd, in Frankreich die Heeresgruppe A, die den siegbringenden Stoß durch die Ardennen zum Ärmelkanal unternahm, und im Osten wieder die Heeresgruppe Süd. Angesichts starker sowjetischer Bedrohung seines rechten Flügels nahm Rundstedt die Front bei Rostow im November 41 zurück und wurde daraufhin von Hitler am 28.11. abgelöst und durch Reichenau ersetzt. Am 1.3.42 zum Oberbefehlshaber West ernannt, blieb Rundstedt in diesem Amt bis zum 10.3.45 mit einer kleinen Unterbrechung nach der gelungenen Invasion der Alliierten in der Normandie (Juni 44), als er sich Hitlers Unwillen wegen Drängens auf Beendigung des Krieges zugezogen hatte. In dieser Zwischenzeit (2.7.-5.9.44) leitete er u.a. den "Ehrenhof" der Wehrmacht zur Maßregelung von Offizieren, die der Verbindung zum Militär. Widerstand und zu den Attentätern vom 20.7.44 verdächtig waren. Als den Amerikanern bei Remagen die Überquerung des Rheins über eine intakte Brücke gelang, fiel Rundstedt endgültig in Ungnade. Nach Kriegsende erst amerik., dann britische Gefangenschaft, 5.5.49 schwer krank entlassen.

    Ritterkreuz (30.9.39) mit Eichenlaub (2.7.44) und Schwertern (18.2.45).