Georg von Küchler

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    1899 zum Heer, im 1. Weltkrieg Generalstabsoffizier, 1.4.34 Generalmajor und Inspekteur der Kriegsschulen, 1.12.35 Generalleutnant, 1.4.37 General der Artillerie und Kommandierender General des I. AK. Küchler führte im Polenfeldzug die 3. Armee bei der Heeresgruppe Nord (v. Bock) und erhielt am 5.11.39 den Oberbefehl über die 18. Armee, nachdem er vorübergehend wegen seiner Proteste gegen die Morde der Einsatzgruppen und der SS in Polen suspendiert worden war. Im Westen konnte er nach nur viertägigem Kampf am 14.5.40 die Kapitulation der Niederlande entgegennehmen und am 14.6.40 in Paris einziehen, am 19.7. wurde er zum Generaloberst befördert. Im Russlandfeldzug führte Küchler wieder die 18. Armee, ehe er am 17.1.42 Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Nord wurde. Nach zweijährigen Kämpfen, die kaum Frontveränderungen im Norden brachten, machte sich die wachsende sowjetische Überlegenheit bemerkbar. Küchler sah eine Rettung nur in radikaler Verkürzung der Front und wich vor der am 20.1.44 losbrechenden sowjetischen Offensive in Stellungen zwischen Newa und Wolchow zurück. Hitler, der um die Bündnistreue Finnlands fürchtete, enthob Küchler daraufhin am 1.2.44 seines Kommandos und setzte ihn nicht wieder ein. Oktober 48 vom Internationalen Militärtribunal in Nürnberg zu 20 Jahren Haft verurteilt, vorzeitige Entlassung am 18.2.53.

    Ritterkreuz (30.9.39) mit Eichenlaub (21.8.43).