Georg Lindemann

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Eintritt ins Heer 26.2.03, in der Reichswehr am 1.6.33 Oberst. Am 1.4.38 zum Generalleutnant befördert, nahm Lindemann mit der 36. Division im Frankreichfeldzug am Durchbruch durch die Maginot-Linie teil und wurde am 1.10.40 Kommandierender General (seit 1.1.40 General der Kavallerie) des Lindemann AK, das im Balkanfeldzug und seit August 41 in Russland zunächst bei der Heeresgruppe Mitte, dann im Raum Leningrad eingesetzt war. Vom 16.1.42 an führte er die 18. Armee bei der Heeresgruppe Nord, deren Oberbefehlshaber er am 31.3.44 wurde. Da Lindemann Hitlers Lagebeurteilung nicht billigen konnte, kam es zum Konflikt, der am 4.7.44 zu seiner Ablösung führte. Danach gehörte Lindemann zur Führerreserve des Heeres und wurde am 27.1.45 Wehrmachtbefehlshaber Dänemark, wo er seit 6.5.45 Oberbefehlshaber des AOK Lindemann für die internierten deutschen Truppen war. Am 4.6.45 verhaftet, kam Lindemann 1948 frei.

    Ritterkreuz (5.8.40) mit Eichenlaub (21.8.43).