Gamma

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher 42-cm-Mörser, 1906 bei Krupp entwickelt. Nur in einem Exemplar gefertigt, wurde der Gamma 1918/19 von der alliierten Kommission auf dem Schießplatz Meppen übersehen und 1936/37 zu Schussversuchen mit Spezialgranaten reaktiviert. Im Dezember 39 ging der 140 t schwere Koloss, der zum Transport 10 Eisenbahnwaggons und als Bedienung 285 Mann brauchte, mit 80 Granaten an die Truppe und wurde im Sommer 42 gegen die Seefestung Sewastopol eingesetzt, wo er 188 Schuss abgab; im September 44 kam es zum zweiten und letzten Einsatz beim Warschauer Aufstand. Der Mörser verschoss aus seinem 6,72 m langen Rohr 1020 kg schwere, 1,85 m lange Granaten mit 91 kg Sprengstoff, die durch eine Treibladung von 77,8 kg auf eine Mündungsgeschwindigkeit von 452 m/s und eine Schussweite von 14,2 km gebracht wurden. Gegen besonders massive Betonbefestigungen konnten auch Granaten von bis zu 2200 kg abgefeuert werden, was allerdings Schussweite und Aufschlagskraft herabsetzte.