Günther Prien

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Korvettenkapitän (1. 3. 41)

    geboren: 16. Januar 1908 Osterfeld (Thüringen) gestorben: 7. März 1941 Nordatlantik

    Günther Prien, Korvettenkapitän

    seit 1923 bei der Handelsmarine (Kapitän auf Großer Fahrt), 1931 Eintritt in die Reichsmarine, 1.4.35 Leutnant zur See bei der U-Boot-Waffe. Prien übernahm als Oberleutnant zur See im Dezember 38 U 47 bei Indienststellung als Kommandant (kurz darauf Kapitänleutnant) und versenkte gleich nach Kriegsbeginn 3 britische Frachter. Er wurde vom Befehlshaber der U-Boote Dönitz für ein spektakuläres Unternehmen gegen die britische Home Fleet im vielfach gesicherten Hafen Scapa Flow ausgewählt. In der Nacht vom 13./14.10.39 gelang es Prien, unbemerkt durch die Minensperren und vorbei an den U-Boot-Fangnetzen ins Hafenbecken einzudringen und nach mehreren Fehlschüssen mit 2 Torpedos das Schlachtschiff Royal Oak zu versenken (833 Tote). Prien entkam, wurde mit seinen Männern von Hitler empfangen und von der Propaganda zum Seehelden aufgebaut. Nach insgesamt 28 versenkten Schiffen mit 164 953 BRT (außer der Royal Oak) fiel Prien mit seiner Mannschaft den Wasserbomben des britischen Zerstörers Wolverine zum Opfer.

    Ritterkreuz (18.10.39, als erster Offizier der U-Boot-Waffe) mit Eichenlaub (20.10.40).