Günther Lütjens

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Admiral

    geboren: 25. Mai 1887 Wiesbaden gestorben: 27. Mai 1941 im Nordatlantik


    1907 zur Marine, im 1. Weltkrieg bei der Torpedowaffe, in der Reichs- bzw. Kriegsmarine 1934/35 Kommandant des Leichten Kreuzers Karlsruhe als Kapitän zur See, 1936/37 Chef des Marinepersonalamts im OKM. Im Oktober 37 zum Konteradmiral und Führer der Torpedoboote ernannt, wurde Lütjens im Oktober 39 Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte und führte als Stellvertreter des Flottenchefs die Deckungsgruppe beim Unternehmen "Weserübung" (April 40). Im Juli 40 wurde Lütjens Flottenchef, führte im Februar/März 41 das Unternehmen "Berlin" mit den Schlachtschiffen Scharnhorst und Gneisenau und wurde mit dem Unternehmen "Rheinübung" betraut, für dessen Verschiebung er vergeblich eintrat. Von Bord der Bismarck aus führte er im Mai 41 die Operation und befahl trotz der schweren Treffer im Gefecht mit dem britischen Schlachtkreuzer Hood die Fortsetzung gegen den Rat des Kommandanten E. Lindemann. Er fiel im Endkampf gegen weit überlegene britische Seestreitkräfte bei der Selbstversenkung seines Flaggschiffs.

    Ritterkreuz (14.6.40).