Fritz Bayerlein

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Eintritt ins Heer 5.6.17, Reichswehroffizier, bis Kriegsausbruch verschiedene Stabsverwendungen. Am 1.9.40 zum Oberstleutnant befördert, nahm Panzerspezialist Bayerlein als Ia der Panzergruppe 2 Guderian am Angriff auf die Sowjetunion (22.6.41) teil. Am 5.10.41 wurde Bayerlein als Chef des Stabes des Deutschen Afrikakorps nach Libyen versetzt und als Oberst i.G. (1.2.42) am 7.12.42 Chef des Generalstabs der deutsch-italienischen Panzerarmee Afrika. Vom 1.3. bis 6.5.43 war er Deutscher Chef des Generalstabs der italienischen 1. Armee in Tunesien und wurde eine Woche vor der Kapitulation ausgeflogen. Zunächst als Generalmajor (1.3.43) mit der 3. Panzerdivision an der Ostfront, erhielt Bayerlein am 10.1.44 das Kommando über die besonders gut ausgerüstete Panzerlehrdivision, mit der er vergeblich zum Gegenangriff auf die alliierten Landeköpfe bei der Invasion in der Normandie antrat und schwere Verluste erlitt. Mit der aufgefrischten Division gehörte er zu den Angriffsspitzen der 5. Panzerarmee (v. Manteuffel) während der Ardennenoffensive im Dezember 44, berannte erfolglos Bastogne und konnte auch die Maas nicht erreichen. Am 29.3.45 wurde Bayerlein mit der Führung des LIII. AK beauftragt, mit dem er am 15.4.45 im Ruhrkessel in US-Gefangenschaft geriet.

    Ritterkreuz (26.12.41) mit Eichenlaub (6.7.43) und Schwertern (20.7.44).