Friedrich Fromm

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Militär

    geboren: 8. Oktober 1888 in Berlin gestorben: 12. März 1945 in Brandenburg


    Eintritt ins Heer 30.12.06, in der Reichswehr 1.2.33 Oberst und in der Wehrmacht 1.11.35 Generalmajor, 1.1.38 Generalleutnant, 1.4.39 General der Artillerie. Mit Kriegsbeginn wurde Fromm Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres. Diese Position machte ihn für die Verschwörer des Zwanzigsten Juli 44 interessant, die ihn in ihre Pläne einweihten. Trotz grundsätzlicher Ablehnung des Attentats verschwieg Fromm seine Kenntnisse und stellte sich erst offen gegen die Widerstandskämpfer, als das Scheitern des Putsches abzusehen war. Er ließ auf die Nachricht vom Überleben Hitlers hin die Hauptverschwörer, darunter Stauffenberg, in der Bendlerstraße in Berlin ohne Befehl standrechtlich erschießen und gab Beck Gelegenheit zum Selbstmord, um die eigene Verstrickung in die Umsturzpläne zu verschleiern. Das gelang jedoch nicht: Fromm wurde schon am nächsten Tag auf Befehl Himmlers, der sein Nachfolger als Befehlshaber des Ersatzheeres wurde, verhaftet und einige Monate später wegen "Feigheit" erschossen.