Frankfurt/Oder-Gronefelde

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    nach 1945 sowjetisches Entlassungslager für deutsche Kriegsgefangene. In Frankfurt/Oder-Gronefelde wurden die aus der UdSSR eintreffenden Gefangenen in die Horn-Kaserne eingeliefert, wo sie noch einmal von sowjetischen Dienststellen auf ihre (NS-)Vergangenheit überprüft und bei Vorliegen einer Suchmeldung der sowjetischen Strafverfolgungsbehörden zurückgeschickt wurden. Andernfalls folgte eine ärztliche Untersuchung; Kranke wurden in das Lazarett der Kaserne oder ins ehemalige Hindenburg-Hospital eingewiesen. Da anfangs nur Schwerkranke entlassen wurden, die in der Sowjetunion nicht mehr geheilt und in den Erholungslagern nicht mehr aufgepäppelt werden konnten, starben viele Heimkehrer in Frankfurt/Oder-Gronefelde v.a. 1945/46. Danach ging die Sterblichkeit allmählich zurück und die Entlassungsfähigen wurden in die Heimat weitergeleitet. Neben Frankfurt/Oder-Gronefelde diente 1945 das Lager Breslau-Hundsfeld zur Abwicklung der Entlassungen, die Bedingungen waren ähnlich.