Forces Françaises de l'Intérieur

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (FFI), am 1.2.44 durch Zusammenschluss aller bewaffneten Kräfte des französischen Widerstands vom Nationalen Befreiungskomitee gebildete Streitmacht unter General Koenig von der Armée secrète bis zu den Franc-Tireurs et Partisans und Teilen der aufgelösten Waffenstillstandsarmee. Die Kampfkraft der FFI, etwa 250 000 Mann, davon allenfalls 70 000 umgehend mobilisierbar, litt unter Rivalitäten und politischen Konflikten zwischen den kommunistischen und bürgerlichen, teils sogar latent faschistischen Gruppen. Hinzu kam schlechte, ausschließlich leichte Bewaffnung mit Beutestücken und alliiertem Material, das in völlig unzureichender Menge per Fallschirm abgeworfen wurde. Der Ausbildungsstand war entsprechend niedrig, die medizinische Versorgung ungenügend, Uniformen fehlten. Auch deswegen erkannte die Wehrmacht die Kämpfer der FFI nicht als Kombattanten an, woraufhin die provisorische französische Regierung in Algier mit Repressalien drohte. Erst durch Vermittlung des Roten Kreuzes konnte die Spirale der gegenseitigen Grausamkeiten gebremst werden. Die Alliierten erwarteten sich nicht viel von den FFI und planten ihre Invasion ohne sie, profitierten aber doch von ihren Sabotageakten und Meldungen über deutsche Bewegungen. Eigene militärische Aktionen wie im Vercors scheiterten hingegen. Nach der Befreiung wurden zahlreiche Soldaten der FFI in die auf alliierter Seite kämpfenden französischen Verbände eingegliedert.