Forces Françaises Libres

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (FFL), nach Absprache mit Churchill vom 7.8.40 von de Gaulle rekrutierte, bewaffnete Verbände, die auf alliierter Seite gegen Deutschland kämpften. Zunächst traten zur FFL v.a. aus Norwegen evakuierte Expeditionstruppen (u.a. Angehörige der Fremdenlegion), zu denen während des Frankreichfeldzugs vom Kontinent gerettete Soldaten, Überläufer und in den französischen Kolonien ausgehobene Einheiten traten, obwohl der britische Überfall von Mers el-Kebir viele Franzosen von einer Zusammenarbeit mit den Gaullisten abhielt. Unter beliebten Truppenführern wie u.a. Leclerc oder Koenig zeichneten sich die FFL, im Juni 42 insgesamt etwa 70 000 Mann, aus in den Kämpfen in Nordafrika (u.a. Bir Hacheim), Syrien und Ostafrika. Die Forces Françaises Libres spielten eine wesentliche Rolle bei der Überwindung der Mareth-Linie und im Feldzug in Tunesien. Danach bildeten sie den Kern der (frei)französischen 2. Panzer- und der 1. Infanteriedivision, die mit der französischen 1. Armee (Lattre de Tassigny) an der Befreiung Frankreichs teilnahmen. Die Forces Françaises Libres verfügten auch über Luft- (u.a. Normandie-Niemen) und Seestreitkräfte (65 kleinere Kriegsschiffe, 3600 Mann unter Admiral Muselier), sie waren aber in Ausrüstung und Ausbildung immer auf den guten Willen der Verbündeten angewiesen, ihre Verbände operierten nie selbständig, sondern unter britischem oder amerikanischem Oberbefehl.