Fokker G.IA

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Kampfzweisitzer der niederländischen Luftwaffe. Der Prototyp dieser Doppelrumpfkonstruktion mit 2x830-PS-Sternmotoren Bristol Mercury und 8 MG in der Rumpfnase erregte auf dem Pariser Aerosalon 1936 Aufsehen. Die niederländische Regierung bestellte 36 Maschinen, die von Juli 39 an zur Truppe kamen; außerdem Exportaufträge aus Estland, Finnland, Schweden und Spanien. Beim deutschen Luftlandeüberfall am 10.5.40 waren 23 Fokker G.IA einsatzbereit. Einige wurden schon am Boden ausgeschaltet, die anderen schlugen sich zusammen mit 3 eilig bewaffneten Export-Fokker grimmig bis zur Kapitulation, wobei sie mehrere He 111 und Ju 52 zerstörten. Eine Besatzung entkam nach England. Auf dem Werksgelände in Schiphol bei Amsterdam fielen den Deutschen 14 unbewaffnete Exemplare einer finnischen Bestellung in die Hände. Die meisten kamen als Trainer zur Flugzeugführerschule in Wiener Neustadt.