Focke-Wulf Flugzeugbau GmbH

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutsche Flugzeugwerke mit Stammsitz in Bremen; gegründet 1924 von Heinrich Focke und Georg Wulf. Focke-Wulf konstruierte in den 1920er Jahren das Experimentierflugzeug Fw 19 Ente mit Höhenleitwerk an der Rumpfspitze und 1937 den ersten verwendungsfähigen Hubschrauber der Welt Fw 61. Andere zivile Entwicklungen wurden in den 1930er Jahren unter der Typenabkürzung Fw von der Luftwaffe übernommen. Hierzu zählten die kunstflugtauglichen Schulflugzeuge Fw 44 Stieglitz und Fw 56 Stößer. Die zweimotorige Reisemaschine Fw 58 Weihe, von 1937-42 in etwa 4500 Stück ausgeliefert, diente als Mehrzwecktrainer, Kurierflugzeug sowie als Sanitätsmaschine, in dieser Rolle auch als "Leukoplastbomber" bekannt. Beim Fernkampf über dem Atlantik griff die Luftwaffe auf eine militärische Version der Fw 200 zurück. Diese viermotorige Condor (Erstflug 1937) war ursprünglich für den zivilen Langstreckendienst bei der Lufthansa konzipiert worden. Von vornherein für militärische Zwecke entwickelte Focke-Wulf u.a. den Nahaufklärer Fw 189 Eule (Erstflug 1938). 1941 ging als zweiter Standardjäger der Luftwaffe die Fw 190 in die Massenfertigung; Gesamtproduktion 20 051 Stück. Die letzte langnasige Baureihe kam unter der Typenabkürzung Ta 152 an die Front, so benannt nach dem langjährigen Focke-Wulf-Chefkonstrukteur Professor Kurt Tank.