Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Offizier in der zaristischen Armee, 1918 zur Roten Armee, Teilnahme am Krieg gegen Polen, Ausbildung an der Militärakademie Frunse, 1940 Generalmajor. Tolbuchin war während der Schlacht um Stalingrad Oberbefehlsahber der 57. Armee (seit 27.7.42) und wurde am 19.1.43 zum Generalleutnant befördert. Er kommandierte in der Folgezeit von April 43 bis Oktober 43 die Südfront, bis Mai 44 die 4. Ukrainische Front, mit der er die Krim und Sewastopol zurückeroberte, und dann bis Juni 45 die 3. Ukrainische Front, mit der er im August 44 Rumänien, anschließend Bulgarien und im Frühjahr 45 Ungarn besetzte. Nach der Einnahme Wiens (13.4.45) traf Tolbuchin auf die 3. US-Armee (Patton) auf der Linie Linz-Klagenfurt und stellte die Operationen ein. Dann weitere hohe Kommandos u.a. im Militärbezirk Transkaukasus, Februar 46 Mitglied des Obersten Sowjet; an der Kremlmauer beigesetzt.