Ferntrauung

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Ein junger Obergefreiter gibt sein Ja-Wort der tausende von Kilometern entfernten Braut in der Heimat.

    Möglichkeit zur Eheschließung in Abwesenheit (Personenstandsverordnung der Wehrmacht vom 17.10.42). Zur Ferntrauung war die Willenserklärung des Soldaten vor dem Bataillonskommandeur erforderlich sowie spätestens nach 6 Monaten die Zustimmung der Braut beim zuständigen Heimatstandesamt. In Einzelfällen, z.B. bei Schwangerschaft, wurde die Ferntrauung auch noch vorgenommen, wenn der Verlobte inzwischen gefallen oder vermisst war.