Feodosia

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    sowjetische Hafenstadt an der Südostküste der Krim mit 29 000 Einwohnern (1940), am 4.11.41 durch das XXXXII. AK der deutschen 11. Armee (v. Manstein) erobert. Feodosia musste am 28.12.41 von der deutschen 46. Infanteriedivision wieder aufgegeben werden, wobei sie etwa 180 Verwundete in den Lazaretten der Stadt zurückließ. Als am 18.1.42 das Infanterieregiment 105 (Oberst Müller) Feodosia erneut einnahm, fand man nur noch die Leichen der Kameraden. Nach Aussagen des russischen Zivilarztes Dimitrijew waren die Verwundeten im Lazarett gegenüber dem Schloss von betrunkenen russischen Marinesoldaten, die übrigen auf einen allgemeinen Exekutionsbefehl vom 1.1.42 hin erschossen worden. Eine Anzahl von Schwerverwundeten soll aus den Fenstern geworfen oder mit Wasser übergossen und so dem Tod durch Erfrieren ausgesetzt worden sein. Kurz vor der Räumung von Feodosia wurden auch nicht verwundete deutsche Gefangene von Rotarmisten erschossen. Feodosia wurde am 15.4.44 wieder von sowjetischen Truppen besetzt.