Felix Steiner

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS (1. 7. 43)

    geboren: 23. Mai 1896 Stallupönen (Ostpreußen) gestorben: 17. Mai 1966 München


    1914 zum Heer, im 1. Weltkrieg Einsatz im Osten, 1914 schwer verwundet, 1918 auch Einsatz im Westen, 1919 als Oberleutnant in die Reichswehr übernommen, Ausscheiden im Dezember 33 mit dem Charakter als Major, 1.3.35 Obersturmbannführer in der SS-Verfügungstruppe. Steiner nahm 1938 bis 40 an Einsätzen in der Tschechoslowakei und an den Kriegen gegen Polen und Frankreich teil, wurde am 9.11.40 zum Brigadeführer befördert und übernahm am 1.12.40 das Kommando über die neugebildete 5. SS-Division "Wiking" (später Panzerdivision), die aus europäischen Freiwilligen (Flamen, Wallonen, Niederländer, Dänen, Norweger und Finnen) bestand. Am 1.1.42 zum Gruppenführer ernannt, war Steiner vom 21.11.42 bis 2.1.43 Kommandierender General des III. Panzerkorps des Heeres an der Ostfront, ehe er am 30.3.43 das III. (Germanische) SS-Panzerkorps übernahm, das er bis zum 30.10.44 an den Brennpunkten im Osten führte. Von Ende Januar bis 25.3.45 war Steiner Oberbefehlshaber der neugebildeten 11. Panzerarmee in Pommern und danach bis 3.5.45 einer nach ihm benannten Armeegruppe. Hitler setzte große Hoffnungen auf ihn und befahl ihm am 21.4.45, von Norden her auf Berlin vorzustoßen und die Hauptstadt zu entsetzen, was angesichts der tatsächlichen Kräfteverhältnisse völlig utopisch war. 3.5.45 britische Gefangenschaft, 27.4.48 Entlassung. Ritterkreuz (22.8.40) mit Eichenlaub (29.12.42) und Schwertern (10.8.44).