Feldhaubitze 18

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Geschütze des deutschen Heeres: die leichte Feldhaubitze 18 L/28 mit 10,5-cm-Kaliber war eine Entwicklung der Firma Rheinmetall von 1928/29. Sie wurde jedoch erst 1935 Standardhaubitze der entstehenden Wehrmacht. Das handliche Geschütz mit Spreizlafette ermöglichte rasches Richten auch gegen Panzer und andere bewegliche Ziele. Es wog 1985 kg, hatte eine Schussweite von 10 675 m und konnte 6 bis 8 Granaten pro Minute abfeuern. Die verbesserte leichte Feldhaubitze 18 M L/28 (mit Mündungsbremse) wog 2040 kg und kam auf 12 325 m Schussweite. Sie diente in Batterien zu 4 Geschützen bei der Divisionsartillerie.

    Ein 15-cm-Geschütz war die schwere Feldhaubitze 18 L/29,6, die 1926-30 bei Krupp (Lafette) und Rheinmetall (Rohr) entstand und 1933/34 im Heer eingeführt wurde. Sie wog in Fahrstellung 6304 kg und in Feuerstellung 5512 kg und war damit für den Pferdezug zu schwer. Mit einer Schussweite von 13 325 m war sie der sowjetischen 15,2-cm-Kanonenhaubitze M 37, die 17 300 m weit reichte, deutlich unterlegen. Bei Kriegsausbruch besaß das Heer 4845 leichte und 2049 schwere Feldhaubitzen 18, ihre Zahl stieg bis zum 1.4.40 auf 5381 bzw. 2330 und bis zum Beginn des Russlandfeldzuges (22.6.41) auf 7076 bzw. 2867 Stück.