Feldgendarmerie

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Militärpolizei des deutschen Heeres bis 1945 (Bundeswehr: Feldjäger) zur Aufrechterhaltung von Disziplin und Ordnung der Truppe. Die Feldgendarmerie rekrutierte sich im Krieg aus der Ordnungspolizei. Ihr oblag vor allem die Verkehrsregelung auf Vormarsch- und Rückzugsstraßen, das Erfassen versprengter Soldaten und ihre Sammlung in so genannten Alarmeinheiten. Das besondere Kennzeichen der Feldgendarmerie, ein Ringkragen aus Metall, brachte ihr den Spitznamen "Kettenhunde" ein. Bei der Mobilmachung im August 39 wurden 12 Feldgendarmerieabteilungen (motorisiert) zu je 3 Kompanien aufgestellt, 1941 folgten 6 und 1942 noch einmal 2 weitere Abteilungen. Jede Armee verfügte über mehrere Feldgendarmerieabteilungen, jedes Korps und jede Division über einen Feldgendarmerietrupp und alle Orts- und Standortkommandanturen über eine Feldgendarmeriegruppe. Angehörige der Feldgendarmerie waren in der letzten Kriegsphase häufig beteiligt an der Ermordung von Soldaten und Zivilpersonen, die Zweifel am "Endsieg" äußerten und für eine Beendigung des sinnlosen Krieges eintraten.