Familienunterhalt

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    gemäß Gesetz vom 30.3.36, Durchführungsverordnung vom 11.7.39, in der deutschen Wehrmacht Ersatz für den Verdienstausfall von Einberufenen. Familienunterhalt stand Ehefrauen und ehelichen Kindern zu, die vom eingezogenen Soldaten überwiegend ernährt wurden, Enkeln, Geschwistern, Eltern u.a. nur in Sonderfällen. Sie umfasste neben einem monatlichen Unterhaltsbeitrag vollen Ersatz für Miete, Beihilfen zu Versicherungen und zu Ratenzahlungen. Der Familienunterhalt durfte 85% des letzten Nettoeinkommens zuzüglich eines eventuellen Nettoeinkommens der Familienunterhalt-Berechtigten nicht überschreiten. Selbständige erhielten Familienunterhalt in Form einer dem bisherigen Einkommen angepassten Wirtschaftsbeihilfe.