Fallingbostel-Oerbke

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Ortschaft in der Lüneburger Heide mit dem Stalag XI D (321) für sowjetische Gefangene. Das Lager Fallingbostel-Oerbke wurde kurz vor Beginn des Russlandfeldzugs errichtet und bis Herbst 41 mit etwa 30 000 Rotarmisten belegt. Die entkräfteten Gefangenen kampierten zunächst im freien Gelände, später in Erdbunkern und starben zu Tausenden an Unterernährung. Eine Fleckfieberepidemie forderte im Herbst 41 rund 11 000 Opfer. Politisch verdächtige Insassen wurden von Einsatzkommandos ausgesondert und zur Tötung in Konzentrationslager transportiert. Im März/April 42 wurde das Lager aufgelöst, die überlebenden Russen verlegte man ins nahe Stalag XI B Fallingbostel, in dem bis dahin nur Franzosen, Belgier, Serben und Polen festgehalten wurden.