Exeter

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    britischer Schwerer Kreuzer, 18.7.29 Stapellauf, zwei Jahre später in Dienst gestellt, 8400 t, 32 Knoten, 175 m lang, 17,67 m breit, 6x20,3 cm, 4x10,2-cm-Flak, 6 Torpedorohre, 1 Bordflugzeug. Nach Kriegsbeginn beteiligte sich die Exeter mit dem südamerikanischen Geschwader (Kommodore Harwood) an der Suche nach der Admiral Graf Spee. Im Gefecht mit dem deutschen Panzerschiff vor der Mündung des Rio de la Plata am 13.12.39 wurde sie schwer beschädigt und musste den Kampf abbrechen, 61 Mann waren gefallen, 23 verletzt. Sie selbst hatte mit drei Treffern wesentlichen Anteil an der Ausschaltung der Graf Spee. Nach oberflächlichen Ausbesserung auf den Falklandinseln erreichte die Exeter im Februar 40 Portsmouth, wurde überholt und erhielt zwei weitere 10,2-cm-Geschütze sowie zahlreiche zusätzliche kleinere Rohre. Sie fuhr danach Geleitzugsicherung im Indischen Ozean und wurde nach Beginn des Pazifikkrieges der Flotte Admiral Doormanns zur Verteidigung Niederländisch Ostindiens zugeteilt. Am 27.2.42 in der Schlacht in der Javasee erneut schwer beschädigt, konnte sie nach Batavia entkommen und lief von dort unter dem Schutz von 2 Zerstörern Richtung Ceylon aus. Von 4 japanischen Kreuzern und mehreren Zerstörern gestellt, wurde sie unter Mitwirkung japanischer Trägerflugzeuge am 1.3. mit beiden Zerstörern versenkt; die Japaner retteten 600 Überlebende.