Erwin Rommel

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Feldmarschall

    geboren: 15. November 1891 in Heidenheim gestorben: 14. Oktober 1944 bei Ulm

    Generalfeldmarschall Erwin Rommel während des Frankreichfeldzuges im Gespräch mit einem gefangen genommenen französischen Offizier

    1910 Eintritt ins Heer, im 1. Weltkrieg bei der Infanterie, ausgezeichnet mit dem Pour le Mérite, Reichswehrkarriere (u.a. 1929-33 Taktiklehrer an der Infanterieschule Dresden), 1935 Verbindungsoffizier zur Reichsjugendführung, 1938/39 Kommandant des Führerhauptquartiers, 1.8.39 Generalmajor. Rommel erhielt am 5.2.40 das Kommando über die 7. Panzerdivision, die sich im Frankreichfeldzug den Beinamen "Gespensterdivision" erwarb. Am 1.1.41 zum Generalleutnant befördert, wurde Rommel am 14.2.41 Kommandierender General des Deutschen Afrikakorps, das dem in Libyen bedrängten italienischen Verbündeten zu Hilfe kam. Als "General in der Sonne" brachte der wegen seiner listenreichen Kampfführung auch "Wüstenfuchs" genannte Rommel, der am 1.7.41 General der Panzertruppen und am 30.1.42 Generaloberst wurde, die britische 8. Armee an den Rand einer Niederlage.

    Am 21.6.42 fiel ihm Tobruk in die Hände, und am 30.6.42 stand er mit seiner Panzerarmee Afrika bei El Alamein, nur 80 km westlich Alexandria. Wegen der versäumten Wegnahme Maltas wuchsen jedoch die Nachschubprobleme, sodass Rommel Anfang November 42 vor den angreifenden Briten unter Montgomery den Rückzug antreten musste, zumal er nun durch die alliierte Landung "Torch" in Marokko und Algerien (8.11.42) auch im Rücken bedroht war.

    Vergebl. forderte er in den folgenden Wochen die noch mögliche Rettung der deutsch-italienischen Heeresgruppe Afrika. Hitler berief ihn am 9.3.43, kurz vor der endgültigen Niederlage in Tunesien (13.5.), zurück und beauftragte ihn als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B mit der Organisation der Verteidigung Italiens und am 1.12.43 mit den Vorbereitungen zur Abwehr der in Nordfrankreich erwarteten alliierten Invasion. Seine Maßnahmen griffen jedoch kaum, zumal es immer wieder zu Reibungen mit dem Oberbefehlshaber West v. Rundstedt kam und Rommel ohnehin keine Aussichten für einen Sieg in der kommenden Invasionsschlacht sah. Am 15.7.44 beschwor er Hitler brieflich, den sinnlosen Kampf zu beenden, wurde 2 Tage später schwer verwundet und nach Genesung wegen Verbindung zum Militärischen Widerstand, der ihn nach einem geglückten Umsturz zum Oberbefehlshaber des Heeres gewinnen wollte, zum Selbstmord gezwungen. Zur Bemäntelung ordnete Hitler für den wohl populärsten deutschen Heerführer des Krieges ein Staatsbegräbnis an.

    Ritterkreuz (26.5.40) mit Eichenlaub (20.3.41), Schwertern (20.1.42) und Brillanten (11.3.43).