Ernst Kaltenbrunner

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    österreichischer Jurist und Politiker

    geboren: 14. Oktober 1903 in Ried im Innkreis gestorben: 16. Oktober 1946 in Nürnberg

    Ernst Kaltenbrunner, SS-Obergruppenführer

    Jurist, 1932 NSDAP- und SS-Beitritt, 1935 Chef der österreichischen SS, 11.3.38 Berufung ins Kabinett Seyß-Inquart, Aufbau der Gestapo in der Ostmark.

    Bei Kriegsbeginn Höherer SS- und Polizeiführer Donau, wurde Kaltenbrunner am 30.1.43 Nachfolger Heydrichs als Chef des RSHA, der Sicherheitspolizei und des SD. Er war damit einer der Hauptverantwortlichen für den Völkermord im Rahmen der Judenverfolgung. Auch zahlreiche weitere Völkerrechtsbrüche wie den Kugelerlass trug er mit. Im Mai 45 nahm ihn eine amerikanische Streife fest. Kaltenbrunner wurde in Nürnberg vor das Internationale Militärtribunal gestellt und am 1.10.46 zum Tod verurteilt.