Ernst Joseph King

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Kadett im Krieg gegen Spanien 1898, 1906 als Leutnant Lehrer an der Marineakademie in Annapolis, im 1. Weltkrieg beim Stab der Atlantikflotte, danach Wechsel zur U-Boot-Waffe, 1921 Kapitän zur See, 1927 (als 48-Jähriger) Erwerb des Pilotenscheins, 1930-32 Kommandant Träger Lexington, 1933 Konteradmiral.

    King kommandierte seit 1939 die Aufklärungsstreitkräfte im Atlantik, wurde als Vier-Sterne-Admiral 1941 Oberbefehlshaber der Atlantikflotte und leitete dort die Operationen gegen die deutschen U-Boote im noch nicht erklärten Krieg. Nach Kriegseintritt der USA zum Flottenchef ernannt, führte er die amerikanischen Seestreitkräfte von seinem Hauptquartier in Washington aus. In dieser Position war King, der zugleich den Combined Chiefs of Staff angehörte, die Schlüsselfigur der amerikanischen Seekriegführung. Nicht zuletzt seiner Tatkraft war es zu danken, dass die USA schon 7 Monate nach der Katastrophe von Pearl Harbor im Pazifik zur Gegenoffensive übergehen konnten, ohne den vorrangigen Kampf gegen den deutschen Hauptgegner zu vernachlässigen. Allerdings war King auch verantwortlich für die verspätete Einführung des Konvoi-Systems, was zu unnötigen Verlusten führte. 1945 Rücktritt, Kings Nachfolger wurde Nimitz.