Erich Hoepner

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher General

    geboren: 14. September 1886 in Frankfurt/ Oder gestorben: 8. August 1944 in Berlin


    Eintritt ins Heer 1905, in der Reichswehr 1.2.33 Oberst und in der Wehrmacht 1.1.36 Generalmajor, 30.1.38 Generalleutnant, 1.4.39 der Kavallerie. Mit dem XVI. AK (motorisiert), das Hoepner seit 24.11.38 als Kommandierender General führte, nahm er am Polen- und am Frankreichfeldzug teil. Am 17.2.41 wurde er Oberbefehlshaber der Panzergruppe 4 (1.1.42 umbenannt in 4. Panzerarmee) und kämpfte mit ihr bei der Heeresgruppe Nord im Russlandfeldzug, seit Oktober 41 bei der Heeresgruppe Mitte. Als Hoepner Anfang Januar 42 dem stark gefährdeten rechten Flügel seiner Armee im Raum westlich von Moskau den Rückzug befahl, stieß ihn Hitler "wegen Feigheit und Ungehorsam" aus der Wehrmacht aus; Heeresgruppenoberbefehlshaber Kluge spielte dabei eine zwielichtige Rolle. Im September 43 erfuhr Hoepner in Berlin durch General Olbricht von der Absicht, Hitler zu beseitigen, und erklärte sich bereit, nach erfolgreichem Attentat Oberbefehlshaber im Heimatkriegsgebiet zu werden. Am Zwanzigsten Juli 1944 wurde er nach Scheitern des Putsches in der Bendlerstraße verhaftet, am 8.8.44 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und noch am gleichen Tag in Plötzensee gehängt.

    Ritterkreuz (27.10.39).