Erich Hartmann

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    deutscher Luftwaffenmajor

    geboren: 19. April 1922 Weissach (Württemberg) gestorben: 20. September 1993 Stuttgart


    Sohn eines Arztes und einer Sportfliegerin, 1938 Segelfluglehrer. Hartmann meldete sich am 15.10.40 freiwillig zur Jagdfliegerausbildung und wurde im August 42 zum Jagdgeschwader 52 nach Russland versetzt. Dort erzielte er 345 seiner insgesamt 352 offiziell bestätigten Luftsiege, die ihn zum erfolgreichsten Jagdpiloten des Krieges machten. Im Gegensatz zu den meisten Kameraden errang er seine Erfolge vornehmlich aus kürzester Distanz, die das Risiko von Fehlschüssen minderte, aber oft durch Detonationswirkung der Treffer zum Verlust seiner Maschine - meist Me 109 - führte. Dennoch wurde Hartmann bei seinen insgesamt 1400 Feindflügen und 800 Luftkämpfen nie verwundet. Am 8.5.45 erzielte er seinen letzten Sieg, ehe er mit seiner Gruppe bei Pisek (Tschechoslowakei) in amerikanische Gefangenschaft marschierte. An die Sowjets ausgeliefert, kam Hartmann erst 1955 heim, trat in die Bundesluftwaffe als Kommodore des neuen Richthofen-Geschwaders ein, erhielt am 26.7.67 die Beförderung zum Oberst und am 30.9.70 auf eigenen Wunsch den Abschied.

    Ritterkreuz (29.10.43) mit Eichenlaub (2.4.44), Schwertern (4.7.44) und Brillanten (25.8.44).