Enterprise

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    amerikanischer Flugzeugträger, Stapellauf 3.10.36, in Dienst gestellt 12.5.38; 19 900 t (voll ausgerüstet 25 500 t), 246 m lang, 26 m breit, 34 Knoten, 4 Katapulte für maximal 100 Flugzeuge, 8x12,7-cm-Flak, zahlreiche kleinere Rohre, 2200 Mann Besatzung. Beim japanischen Überfall auf Pearl Harbor (7.12.41) auf See, war die Enterprise einer von drei "überlebenden" amerikanischen Trägern. Sie wurde zu den ersten amerikanischen Gegenschlägen eingesetzt, u.a. als Begleiterin der Hornet beim Doolittle-Raid gegen Tokio (April 42). In der Schlacht bei Midway (Juni 42) versenkten Maschinen der Enterprise die japanischen Träger Hiryu, Akagi und Kaga sowie den Kreuzer Mikuma, zu Beginn des Inselspringens nahm sie teil an den Landungen auf Guadalcanal und den östlichen Salomoninseln, ehe Bombentreffer am 24.8.42 und erneut am 26.10.42 Reparaturen nötig machten. 1943/44 folgten Angriffe auf Tarawa, Kwajalein, Truk, Neuguinea und Saipan. Während der Schlacht im Leytegolf konnten Flugzeuge der Enterprise am 24.10.44 den japanischen Riesenkreuzer Musashi versenken; sie wurden auch für Raids gegen Hongkong, Formosa und Niederländisch Ostindien eingesetzt. Im Frühjahr 45 deckte die Enterprise die Landungen auf Iwo Jima und Okinawa, wo sie nach dem Sieg über die Yamato zwei Kamikaze-Treffer erhielt. 1950 eingemottet, wurde sie, die während des Krieges Flaggschiff u.a. der Admirale Halsey, Spruance, Kinkaid und Mitscher gewesen war, 1958 abgewrackt; ihren Namen erhielt der erste atomgetriebene Träger der US-Navy.