Edward Rydz-Smigly

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    polnischer Marschall

    geboren: 11. März 1886 in Brzezany gestorben: 12. Dezember 1941 in Warschau


    Kunstmaler, im 1. Weltkrieg Offizier in der österreichischen Armee, 1919-21 Kampf gegen die Rote Armee (7.5.20 Einnahme Kiews), Freund von Staatschef Pilsudski, 9.5.21 Inspekteur des polnischen Heeres, 13.5.35 Generalinspekteur. Im Vorfeld des Krieges Oberster Befehlshaber der polnischen Streitkräfte und auch politisch maßgebend, trug Rydz-Smigly mit seiner Fehleinschätzung der militärischen Kräfteverhältnisse und der Möglichkeiten der verbündeten Westmächte zur harten polnischen Haltung in der Korridor- und der Danzigfrage bei, die Hitler als Vorwand für den Polenfeldzug entgegenkam. Bei sich abzeichnender Niederlage plante Rydz-Smigly die Bildung eines Reduits in den Karpaten, doch machte die sowjetische Intervention (17.9.39) auch diese letzte Hoffnung zunichte. Rydz-Smigly trat nach Rumänien über, wurde interniert, entkam aber und kehrte heimlich nach Polen zurück, um den Widerstand gegen die deutschen Besatzer zu organisieren. Dabei kam er unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben.