Dreimächtepakt

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Nach der Unterzeichnung des Dreimächtepakts zwischen dem Deutschen Reich, Japan und Italien verliest von Ribbentrop eine Erklärung der Reichsregierung.
    Unterzeichnung des jugoslawischen Beitritts zum Dreimächtepakt am 25. März 1941. Von links: Jugoslawiens Außenminister Cincar-Markovic, Ministerpräsident Cvetkovic und Reichsaußenminister von Ribbentrop.

    am 27.9.40 zwischen Japan, Italien und dem Deutschen Reich geschlossene Vereinbarung über die jeweiligen Interessensphären und über gegenseitige Unterstützung mit "allen politischen, wirtschaftlichen und militärischen" Mitteln im Falle eines fremden Angriffs. Als westliches Gegenstück zum Antikominternpakt war der Dreimächtepakt v.a. gegen die USA gerichtet, ihm traten 1940/41 Ungarn, Rumänien, die Slowakei, Bulgarien und vorübergehend Jugoslawien (später Kroatien) bei, die Sowjetunion ließ sich dazu nicht bewegen. Obwohl am 7.12.41 der Krieg gegen die USA nach japanischer Aggression ausbrach, schlossen sich Italien und Deutschland dem Kampf an, Japan hingegen hielt sich an die Buchstaben des Vertragstextes und wahrte im deutsch-sowjetischen Krieg Neutralität. Trotz der Erweiterung durch ein Militärabkommen (18.1.42) und wirtschaftliche Abmachungen (2.6.42) blieb der Dreimächtepakt wenig wirksam und verlor nach dem italienischen Sonderwaffenstillstand (September 43) jede Bedeutung, obwohl er formal bis zur Kapitulation Japans am 2.9.45 galt.