Dornier-Werke GmbH

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Dornier Do 355 A-07 Pfeil - Erprobungskommando 335 - Deutschland 1944

    deutsche Flugzeugfabriken in Friedrichshafen (Bodensee); gegründet 1922 von Professor Claude Dornier, einem ehemaligen Mitarbeiter des Grafen Zeppelin. Die Dornier-Werke GmbH machte sich in der Zwischenkriegszeit einen Namen als Konstrukteur von Atlantikflugbooten. Weltweites Aufsehen erregte 1929/31 das zwölfmotorige "Flugschiff" Do X. Die zweimotorigen Ganzmetallflugboote der Wal-Serie der Dornier-Werke GmbH und die viermotorige Do 26 erschlossen die ersten Post- und Passagierrouten über den Nord- und Südatlantik. Militärische Versionen mit Kampfständen flogen als Seeaufklärer bei der Luftwaffe. Zahlenmäßig fiel bei Kriegsbeginn die mit 2 Dieselmotoren in Tandemanordnung ausgerüstete Do 18 ins Gewicht, die schon im September 39 Patrouillenflüge über der Nordsee absolvierte. V.a. bei den Seenotstaffeln an den Küsten des besetzten Europas war die dreimotorige Do 24 zu finden. Dieses besonders seetüchtige Flugboot (Erstflug 1937) hatte die holländische Marine für den Kolonialdienst in Südostasien bestellt. Es wurde auch im Krieg in Holland weitergebaut; insgesamt 217 Stück gingen an die Luftwaffe. In sehr viel größeren Stückzahlen bauten die Dornier-Werke die zweimotorigen Kampfflugzeuge Do 17 Fliegender Bleistift und Do 217. Das Ausgangsmuster entstand 1936/37 aus einem schnellen Postflugzeug. Nicht mehr zum Einsatz kam der schwere Mehrzweckjäger Do 335 Pfeil (Erstflug 1943), mit 765 km/h schnellstes deutsches Kolbenflugzeug des Krieges. Das letzte existierende Beuteexemplar wurde 1974 von den USA zur Restaurierung an die Dornier-Werke zurückgegeben und ist im Deutschen Museum in München ausgestellt.