Dordogne (Departement)

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    französisches Departement. In der Dordogne waren im Sommer 44 verschiedene deutsche Einheiten u.a. zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Dabei kam es in zahlreichen Ortschaften zu Geiselerschießungen, Brandstiftungen, Plünderungen und Misshandlungen von Zivilisten, u.a. in St. Avit Seimieur, Pont Roudie, St. Pierre d'Eyraud, Les Nasseries, Pressignac, Marsalès, Gardonne, Bergerac, Le Bout de Vergnes, Prigourieux-Cinquet, Montferrand, Beaumont und Gageac. Eine größere Aktion richtete sich am 21.6.44 gegen die Ortschaften Mouleydier und St. Germain et Mons. Erstere wurde als Widerstandszentrum in Brand gesteckt und geplündert, nach Misshandlungen kam ein Widerstandskämpfer ums Leben. Bei St. Germain et Mons wurden am nächsten Tag 9 Leichen gefunden, z.T. mit eingeschlagenen Schädeln. Ein französisches Militärgericht verurteilte am 13.6.50 Angehörige der Aufklärungsabteilung der deutschen 11. Panzerdivision und anderer Einheiten wegen dieser Straftaten in Abwesenheit zum Tod. 1978 eingeleitete deutsche Verfahren gegen die Täter mussten aus Beweisnot oder wegen des Todes der Beschuldigten eingestellt werden.