Dinah

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    alliierter Codename für den japanischen Heeresaufklärer Mitsubishi Ki-46, Erstflug November 39. Ein aerodynamisch perfekter Entwurf, wurde die Dinah bereits vor Pearl Harbor (7.12.41) zu geheimen strategischen Luftbildflügen über den japanischen Angriffszielen in Südostasien eingesetzt. Alliierte Abfangjäger wie die P-40 Warhawk oder die Hurricane konnten dem hochfliegenden Zweisitzer nichts anhaben, dessen Hauptvariante mit 2x1050 PS maximal 604 km/h in 5800 m Höhe erreichte. Die letzte und modernste Serie Ki-46-III flog mit 2x1500 PS maximal 630 km/h in 6000 m Höhe, die Reichweite ohne Bewaffnung lag bei 4000 km. Die Dinah war auf allen Kriegsschauplätzen in Fernost im Einsatz und hielt bis Kriegsende die US-Luftbasen auf den Marianen unter Beobachtung. Zur Abwehr der B-29 Superfortress entwickelte Mitsubishi eine kleine Serie als Abfangjäger mit 2x20-mm-Kanonen im Bug und einer 37-mm-Kanone als "Schräge Musik" auf dem Rumpf, ein Umbau, der die Erwartungen allerdings nicht erfüllte. Mit insgesamt 1738 Exemplaren war die Dinah der wichtigste Aufklärer der kaiserlichen Heeresluftwaffe und eine ihrer besten Maschinen überhaupt.