Deutsches Kreuz

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (Kriegsorden des Deutschen Kreuzes), mit Verordnung vom 28. 9. 41 von Hitler gestiftete Auszeichnung in zwei Abteilungen, in Gold "für vielfach bewiesene außergewöhnliche Tapferkeit oder für vielfache hervorragende Verdienste in der Truppenführung", in Silber "für vielfache außergewöhnliche Verdienste in der militärischen Kriegführung". Die Goldversion sollte denen verliehen werden, die bereits das Eiserne Kreuz I trugen, deren weitere Verdienste jedoch noch nicht die Voraussetzungen für Verleihung des Ritterkreuzes erfüllten, das Deutsche Kreuz in Silber war parallel dazu für Träger des Kriegsverdienstkreuzes 1. Klasse zur weiteren Dekorierung gedacht. Das Deutsche Kreuz war jedoch nicht Bedingung für die spätere Auszeichnung mit dem Ritterkreuz. Einigermaßen sichere Zahlen über die Ausgabe von Deutschen Kreuzen sind nur für Heer und Waffen-SS möglich: ca. 17 000-mal Gold und 900-mal Silber. Neben der Metallausführung wurde am 5. 6. 42 auch eine gestickte Form genehmigt; die geplante Erhöhung durch zusätzliche Brillanten kam über Muster nicht hinaus, die bei Kriegsende von US-Truppen erbeutet wurden. Das Deutsche Kreuz, im Landserjargon wegen der politischen Vergabepraxis ironisch "Parteirückstrahler" oder abschätzig "Spiegelei" genannt, darf in der Bundesrepublik gemäß Gesetz vom 26. 7. 57 nur ohne Hakenkreuz getragen werden.