Deutsches Afrikakorps

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (DAK), am 16.2.41 als Stab "Befehlshaber der deutschen Truppen in Libyen" im Wehrkreis III gebildeter und am 21.2. in Deutsches Afrikakorps umbenannter Heeresverband. Zwischen 8. und 11.2.41 lief der erste Konvoi mit deutschen Truppen von Neapel nach Tripolis, am 12.2. traf Generalleutnant Rommel dort ein und wurde mit Wirkung vom 15.2. zum Befehlshaber des späteren Deutschen Afrikakorps im Afrikafeldzug ernannt. Es verfügte zunächst über die so genannte 5. leichte Division unter Generalmajor Johannes Streich, die aus der 3. Panzerbrigade der 3. Panzerdivision gebildet worden war und anfangs auch nur Brigadestärke hatte. Im März 41 kam die 15. Panzerdivision unter Generalmajor Heinrich von Prittwitz (gefallen 10.4.41 vor Tobruk) hinzu. Es dauerte aber noch Monate, ehe alle vorgesehenen Verbände des Deutschen Afrikakorps in Nordafrika eingetroffen waren. Chef des Stabes war zunächst Oberstleutnant i.G. Kreuzwendenich von dem Borne, Ia Major Ehlers, dann Major i.G. Wüstefeld. Volle Korpsstärke erreichte das Deutsche Afrikakorps erst im Herbst 41, nachdem seit 1.8.41 die 5. leichte Division zur 21. Panzerdivision umgegliedert und aus dem Divisionsstab z.b.V. (zur besonderen Verwendung) Afrika seit 26.11.41 die 90. leichte Division gebildet worden war. Nach Formierung der deutsch-italienischen Panzerarmee Afrika, deren Oberbefehlshaber Rommel wurde, übernahm Generalleutnant Ludwig Crüwell das Deutsche Afrikakorps, bis zu seiner Ankunft Anfang Oktober 41 vertrat ihn Generalleutnant Philipp Müller-Gebhard. Neuer Chef des Stabes wurde Oberst i.G. Bayerlein. Als Crüwell am 29.5.42 in britische Gefangenschaft geriet, übernahm General der Panzertruppen Nehring das Korps; ihm folgte am 13.11.42 General der Panzertruppen Gustav Fehn. Letzter Kommandierender General war seit 1.3.43 General der Panzertruppen Hans Cramer, der am 13.5.43 mit dem Deutschen Afrikakorps kapitulierte und in alliierte Gefangenschaft ging.