Curtiss Hawk M 75

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Exportversion des amerikanischen Jagdeinsitzers P-36. Die Curtiss Hawk M 75 wurde unter der Bezeichnung Model 75 als erster Ganzmetalleindecker entwickelt und 1938 an die amerikanischen Heeresflieger geliefert. Zu den wichtigsten ausländischen Abnehmern gehörte mit einer Bestellung von 730 Maschinen Frankreich. Bei der Mobilmachung 1939 waren vier französische Jagdgruppen, darunter die berühmten Esquadrilles "Lafayette" und "Cicogne", mit rund 100 Curtiss Hawk M 75 ausgerüstet, die damit neben der Morane Saulnier M.S. 406 und der Bloch M.B. 152 drittes Standardmuster der Armée de l'Air war. Mit ihrem 1200-PS-Doppelsternmotor 500 km/h schnell und bewaffnet mit 6x7,5-mm-MG, rechtfertigte die Curtiss Hawk M 75 schon bei den ersten Luftgefechten über der Maginot-Linie während des Sitzkriegs ihren Ruf als robuste, wendige Waffenplattform. Bei der Schlacht um Frankreich flogen die Curtiss Hawk M 75 Abfangjagd, Begleitschutz und gelegentlich auch Tiefangriffe; die Liste der erfolgreichsten französischen Jagdflieger 1939/40 wurde von Curtiss Hawk M 75-Piloten angeführt. Die unversehrten Maschinen flogen nach dem Waffenstillstand für die Vichy-Luftwaffe in Nordafrika, wo sie schon im Juli 40 beim britischen Überfall auf Mers el-Kebir gegen ihren ehemaligen Verbündeten in Aktion traten, 1942 lieferten sie sich bei der Verteidigung Marokkos während des alliierten Unternehmens "Torch" verlustreiche Luftschlachten mit Trägerflugzeugen der US-Navy.