Cruiser-Tank

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    (Kreuzer-Panzer), gepanzerter britischer Infanteriekampfwagen von geringer Geschwindigkeit zum Schutz der begleitenden Fußtruppen. Der Cruiser-Tank diente zur Ausstattung von Kavalleriepanzerverbänden für operative Verwendung. Der Cruiser Mk I (A.9), dessen Prototyp von Vickers-Carden-Lloyd 1936 entwickelt worden war, ging im August 37 in die Produktion. 12,7 t schwer, 5,87 m lang, 2,54 m breit, 2,54 m hoch und mit 16,5 mm noch schwach gepanzert, erreichte der Cruiser Tank I mit seinem 150-PS-Motor maximal 37 km/h und einen Fahrbereich von 210 km; 6 Mann Besatzung, 40-mm-Kanone und 3 MG. Das Nachfolgemodell II (A.10) wog schon 13,7 t und hatte eine 37-mm-Panzerung, sodass die Höchstgeschwindigkeit auf 26 km/h und der Fahrbereich auf 160 km sanken, die Abmessungen blieben fast unverändert. Der Cruiser Tank Mk IIA hatte nur noch 5 Mann Besatzung und war mit 14,5 t noch gewichtiger. Die Produktion lief im September 40 aus, im Einsatz blieb der in rund 100 Stück gefertigte Typ bis Ende 41 in Nordafrika. 1939 war bei Nuffield die Produktion des Cruiser Tank Mk III (A. 13 1) mit 14,8 t Gewicht angelaufen. Er war 6,02 m lang, 2,54 m breit und 2,59 m hoch, mit 340 PS erreichte er maximal 48 km/h und eine Reichweite von 150 km, seine Panzerung betrug nur 21 mm. Dieser schnelle, leicht gepanzerte, mechanisch aber nicht zuverlässige Cruiser-Tank gehörte 1940 zur Ausrüstung der britischen 1. Panzerdivision in Frankreich. Bei den Nachfolgemustern Mk IV, v.a. in Nordafrika eingesetzt bis Ende 41, und V wuchsen Panzerung und Gewicht. 1940 erreichte die Produktion der als Ausbildungsgerät fungierenden letzten Version 1771 Stück.