Cromwell

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    britischer Kampfpanzer, benannt nach dem britischen Feldherrn und Lordprotektor Oliver Cromwell (1599 - 1658); Prototyp A.24 Januar 42 bei Nuffield unter Verwendung von Bauteilen des Crusader, aber mit stärkerer Panzerung, mit der Bezeichnung Cavalier; Juli 42 neuer Prototyp A.27 L bei Leyland mit der Bezeichnung Centaur. Als Cromwell wurde erst die Weiterentwicklung A.27 M bezeichnet. Sie glich in Gewicht (27,5 t) und Länge (6,35 m) dem Centaur und besaß die gleiche Panzerstärke (76 mm). Lediglich der 600-PS-Motor war neu und brachte den Tank auf maximal 76 km/h. Die Serien Cromwell I bis III besaßen weiterhin die 5,7-cm-Kanone, erst beim Typ IV ging man auf 7,5 cm über. Beste Ausführungen waren die Modelle VII und VIII mit etwa 28 t, 6,35 m Länge, 3,05 m Breite und 2,49 m Höhe; die Stirnpanzerung war auf 101 mm verstärkt worden, sodass die Höchstgeschwindigkeit bei gleichem Fahrbereich (265 km) auf 52 km/h sank. Mit der starken Rolls-Royce-Motorisierung war der Cromwell zwar recht beweglich, doch konnte die Bewaffnung im Vergleich mit der gegnerischen Konkurrenz nicht befriedigen. Die Modelle Cromwell VI und VIII waren Sturmpanzer mit 9,5-cm-Haubitzen. Für den Cromwell und seine Vorläufer stellte der deutsche Panzerexperte General von Senger und Etterlin fest: "Die Typenvielfalt hemmte die Produktions- und Entwicklungsgeschwindigkeit. So blieben die englischen Panzer der Kriegszeit stets einen Schritt hinter gleichzeitigen Standardmustern anderer Länder zurück." Das galt vor allem auch für die ungünstige Formgebung aller Modelle (senkrechte Wände).