Corsair

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    amerikanischer Jagdeinsitzer und Jagdbomber Chance Vought F4U, Erstflug 29.5.40. Die Corsair gehörte zu den erfolgreichsten Standardmustern der US-Navy und des Marinekorps. Nach amtlicher Statistik schossen Corsair-Piloten bei 65 051 Einsätzen über dem Pazifik 2140 Gegner ab, die eigenen Verluste wurden mit nur 189 Maschinen angegeben. Auf japanischer Seite hatte der Knickflügler den Spitznamen "pfeifender Tod". Die Corsair erreichte bei der Flugerprobung als erstes US-Flugzeug mehr als 644 km/h, nicht zuletzt dank ihres leistungsstarken 2000-PS-Pratt & Whitney-Doppelsternmotors.

    Mit 6x12,7-mm-MG in den Tragflächen bewaffnet, kam die Corsair Anfang 43 zum Fronteinsatz. Eine verbesserte Version mit neuer Vollsichthaube und zusätzlichen Landehilfen zeichnete sich von 1944 an im Trägereinsatz bei der Abwehr von Kamikaze-Angriffen aus. 23 Staffeln flogen bei Kriegsende diesen mit Abstand schnellsten Kolbenjäger der US-Navy. Über der Nordsee tauchte die Corsair als Trägerflugzeug der britischen Flotte auf, u.a. als Begleitjäger beim Angriff britischer Barracuda-Bomber auf das Schlachtschiff Tirpitz am 3.4.44 vor Norwegen. Die Corsair wurde bis 1953 weitergebaut in insgesamt 12 571 Exemplaren und flog noch im Korea- und im Indochinakrieg.