Corregidor

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    philippinische Inselfestung in der Bucht von Manila. Nach dem Fall der Halbinsel Bataan (9.4.42) war Corregidor die letzte amerikanische Bastion auf den Philippinen, gehalten von 15 000 GIs und Philippinos unter Generalleutnant Jonathan Wainwright, der nach Abberufung MacArthurs am 23.2.42 den Oberbefehl übernommen hatte. Bereits seit Januar 42 lag Corregidor unter japanischem Artilleriebeschuss, der die Festungsbatterien nach und nach ausschaltete. Am 4.5.42 verschärften die Japaner mit einem Hagel von 16 000 Granaten das Trommelfeuer, setzten in der Nacht 5./6.5. rund 2000 Mann vom Festland über und errichteten bei Cavalry-Point mit Hilfe von 3 Panzern einen Landekopf. Trotz schweren Abwehrfeuers gelang ihnen am Vormittag des 6.5. der Einbruch in die amerikanischen Verteidigungsstellungen im Bereich des Malinta-Tunnels; Corregidor kapitulierte unmittelbar danach.

    Noch während der Schlacht von Manila machten sich die Amerikaner 1945 an die Rückeroberung des wegen seiner Lage strategisch wichtigen Corregidor. Nach massiver Luftvorbereitung landeten am 16.2. zwei Bataillone, denen rasch Verstärkungen folgten. Die japanische Besatzung, rund 4000 Mann, verteidigte sich hartnäckig in den Tunnels und Kasematten. Als ihr die Munition ausging, sprengte sie sich selbst in die Luft, nur 26 Gefangene (nach anderen Quellen 19) fielen nach Erlöschen des letzten Widerstands am 26.2. den US-Truppen in die Hände; amerikanische Verluste 505 Gefallene, davon allein 280 zu Beginn der Rückeroberung bei einer misslungenen Fallschirmlandung.