Churchill

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Churchill Panzer

    britischer Infanteriepanzer, am 20.9.39 zum Nachfolgemuster des Matilda bestimmt; Prototyp von Vauxhall Motors Dezember 40, Auslieferungsbeginn Juni 41. Die ersten Churchills (Mk I und II) waren hohe, langgestreckte Tanks (7,45 m lang, 3,25 m breit, 2,49 m hoch) mit senkrechten Wänden und 38 t Gewicht bei einer Panzerung bis zu 102 mm. Ihre Hauptbewaffnung, eine 40-mm-Kanone, war in die Fahrerfront (Panzerwanne) eingebaut und hatte nur geringe Schwenkfähigkeit. Der 350-PS-Motor brachte den Churchill auf maximal 25 km/h und einen Fahrbereich von 140 km. Die folgenden Versionen Mk III und IV wurden schwerer (39 t) und höher, aber schwächer gepanzert. Die Kanone - III mit 5,7-cm-, IV, VI und VII mit 7,5-cm-Kanone und V mit 9,5-cm-Haubitze - wurde nun in den Turm eingebaut. Die Baureihen VII und VIII erhielten bis 152 mm Panzerung, waren 40 t schwer, erweiterten den Fahrbereich auf 200 km, wurden mit maximal 20 km/h aber noch unbeweglicher und waren der 8,8 cm-Kanone des deutschen Tiger I nicht gewachsen. Der Churchill hatte ein technisch überholtes Laufwerk, auch ständige Verbesserungen konnten die fehlerhafte Grundkonzeption nicht ausgleichen. Insgesamt wurden 5640 Churchills gebaut; neben den 8 Grundtypen gab es zahlreiche Spezialausführungen als Brückenlege-, Minenräum-, Flammenwerfer-, Berge- und Schützenpanzer. Die ersten 30 Exemplare kamen beim Raid gegen Dieppe zum Einsatz, wo die meisten unversehrt von der Wehrmacht erbeutet werden konnten. Seit August 42 wurden Churchills auch an die Sowjetunion geliefert.