Chuichi Nagumo

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    japan. Vizeadmiral (1939)

    geboren: 1887 Yamagata gestorben: 6. 1944 Saipan


    1908 zur Kaiserlichen Marine, 1917 Zerstörerkommandant, 1929 Kapitän zur See, 1935 Konteradmiral, u.a. Kommandant des Schlachtschiffs Yamashiro. Nagumo bemühte sich im Vorfeld des Krieges v.a. um den Aufbau der noch wenig beachteten Marineluftwaffe und wurde Oberbefehlshaber der 1. Marineluftflotte. In dieser Eigenschaft befehligte er das japanische Angriffsgeschwader gegen Pearl Harbor, das u.a. 5 Träger mit 423 Flugzeugen umfasste und am 7.12.41 den Pazifikkrieg auslöste. Nach seiner Rückkehr nach Japan (23.12.) ließ Nagumo seinen Verband zu weiteren Trägerraids auslaufen, bombardierte Rabaul (20./23.1.42) und Port Darwin (14.2.42), wo ihm 11 Handelsschiffe und 1 US-Zerstörer zum Opfer fielen, und griff dann im Indischen Ozean Ceylon an, wo er u.a. den britischen Träger Hermes vernichten konnte (9.4.42). Sein Stern sank in der Schlacht bei Midway, in der er die Vorhut kommandierte und alle seine Träger verlor. Zwar gelang ihm mit der Versenkung des US-Trägers Hornet und der Beschädigung der Enterprise am 26.10.42 in der Schlacht bei den Santa-Cruz-Inseln eine Revanche, doch um den Preis des Verlusts fast aller Trägerflugzeuge. Erst nach einem Jahr verfügte Nagumo wieder über einen schlagkräftigen Verband, doch die Initiative war verloren. Im März 44 Oberbefehlshaber im Zentralpazifik geworden, versuchte Naguno vergeblich, die amerikanische Offensive u.a. gegen die Marianen zu stoppen. Auf Saipan, wo er sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte, befehligte er seine letzte Schlacht gegen das am 15.6.44 gelandete V. Amphibische US-Korps (Smith). Wie der Oberbefehlshaber der dort verteidigenden japanischen 31. Armee, Generalleutnant Saito, beging der "Held von Pearl Harbor" bei unvermeidlicher Niederlage rituellen Selbstmord nach den Regeln des "Buschido" (Weg des Kriegers).