Cholm

    Aus Lexikon Zweiter Weltkrieg

    Noch während der Verteidigung des Cholmer Kessels wurde seinem Kommandanten, Generalmajor Scherer, das Ritterkreuz verliehen.
    sowjet. Stadt an der Lowat mit rd. 6000 Einwohnern (1940), rd. 80 km westl. des Seligersees, Ende August 41 von dt. Truppen erobert. Cholm lag im Winter 1941/42 im Verteidigungsbereich der dt. 16. Armee (Busch), die sich seit 8.1.42 einer Offensive der sowjet. Nordwestfront (Kurotschkin) südl. des Ilmensees gegenüber sah.
    Cholm. Eine "Versorgungsbombe" ist über dem Kessel abgeworfen worden.
    Die ausgeruhten sowjet. Verbände der 34. Armee und der 3. und 4. Stoßarmee, zu denen am 15.1. noch die 22. Armee trat, brachen weiträumig Richtung Welikije Luki durch, überschritten die Lowat, zerrissen die Naht zwischen den dt. Heeresgruppen Nord und Mitte und schlossen bei Demjansk (8.2.) und Cholm (21.1.) die dt. Verteidiger ein. Generalmajor Scherer sammelte in Cholm versprengte dt. Einheiten, gliederte sie neu und stellte so aus Teilen der 123. und 218. Infanteriedivision, Gebirgsjägern, dän. Freiwilligen, Marine- und Luftwaffenangehörigen eine später nach ihm benannte Kampfgruppe von rd. 6000 Mann auf, die, versorgt aus der Luft durch Lastensegler, prakt. ohne jede Artillerie allen Angriffen weit überlegener sowjet. Kräfte standhielt, bis sie Anfang Mai 42 entsetzt werden konnte. Cholm wurde im Februar 44 wieder von der Roten Armee besetzt.